7 häufige Rasenkrankheiten und typische Fehler in der Rasenpflege » Erkenne sie und handle richtig!

Rasenkrankheiten oder Fehler in der Rasenpflege beeinträchtigen nicht nur die Optik deines Rollrasens, sondern können ihn zum Teil auch dauerhaft schädigen. Kann sich geschwächter Rasen nur schwer regenerieren, ist die Belastbarkeit der Grünfläche stark herabgesetzt. Zudem begünstigen viele Rasenkrankheiten die Ausbreitung von Unkraut und Moos. Damit du beim Auftreten einer Rasenkrankheit bzw. nach Begehen eines Fehlers in der Pflege rasch handeln kannst, stellen wir dir hier häufige Probleme, ihre Ursachen und Symptome sowie mögliche Lösungen vor.

Das lernst Du von Rollrasen rudi:

Rollrasen Rudi
Rudis Kurzfassung
Rollrasen verlegen mit Anleitung

Damit der Rollrasen immer eine hervorragende Optik hat, gilt es Rasenkrankheiten vorzubeugen oder sie zu bekämpfen.

Pilze im Rasen

Braune Pilze im Rasen - Wie loswerden?

Pilze im Rasen sind zwar nicht hübsch, sollten Dich aber nicht beunruhigen.

Dieser Pilz ist auch die Ursache für Rotspitzigkeit (siehe unten). Er vermehrt sich bevorzugt in feuchtwarmer Witterung und profitiert von Stickstoffmangel. Zur Vorbeugung empfiehlt es sich, den Rasen im Sommer ausreichend mit Stickstoff, aber auch mit Kalium und Phosphor zu versorgen und einmal jährlich für eine gute Belüftung des Rasens zu vertikutieren.

Pilze im Rasen sind zwar kein Grund zur Sorge, können aber die Optik enorm beeinträchtigen. In Weiß, Braun oder Schwarz schießen sie oft über Nacht aus dem Boden – einzeln oder in ganzen Gruppen. Meist handelt es sich um Hutpilze oder Boviste wie Feldegerling oder Wiesenchampignon.

Pilze treten auf, wenn es im Untergrund des Rasens bereits ein Pilzgeflecht gibt und wachsen bevorzugt überall dort, wo es schattig und feucht ist. Unter Umständen hast du das Pilzwachstum sogar selbst begünstigt, indem du zu häufig gegossen und damit Staunässe verursacht hast. Gerade bei Neuanlagen oder umgegrabenem Boden ist der Untergrund im Gleichgewicht gestört und weniger resistent gegen Pilzwachstum.

Rollrasen ist besonders anfällig für Pilzwachstum.

Rollrasen ist – insbesondere direkt nach dem Verlegen – besonders anfällig für Pilzwachstum. Zum einen ist das Wurzelwerk während der Anwachsphase noch sehr durchlässig, zum anderen zersetzen sich nach dem Verlegen des Rollrasens verstärkt organische Bestandteile im Boden, so dass sich an der Oberfläche Fruchtkörper bilden. Außerdem ist häufiges und intensives Bewässern in der Anwachsphase unerlässlich. Doch auch längere Zeit nach dem Verlegen können noch Pilze im Rasen auftreten. Eine Rasen-Pflegekur bestehend aus Düngung, Kalken, Vertikutieren und Aerifizieren hilft dem Rasen hier, die Pilze loszuwerden und vor Neuausbreitungen zu schützen.

Pilze im Rasen richtig bekämpfen

Möchtest du die Pilze wieder loswerden, solltest du sie keinesfalls mit dem Rasenmäher „köpfen“: Dann verteilen sie ihre Sporen erst recht in deinem Garten. Besser ist es, die Pilze behutsam mit einem Messer abzuschneiden und die Stelle einige Zentimeter tief auszustechen. Dann entfernst du auch das Pilzgeflecht – das sogenannte „Myzel“ – unter der Oberfläche. Nur so kannst du verhindern, dass der Pilz im Nu zurückkehrt. Beim Unkrautjäten packst du das Übel ja auch am besten mit der Wurzel …

Noch besser sind natürlich vorbeugende Maßnahmen gegen die ungebetenen Gäste. Achte daher vor dem Verlegen deines Rollrasens darauf, gründlich alle Pflanzenreste wie alte Grassoden, Totholz oder Wurzelreste zu entfernen und den Unterboden gut umzugraben. Später empfiehlt sich regelmäßiges Vertikutieren. Schließlich kann auch Rasenfilz, der Nässe gut speichert, ein idealer Nährboden für Pilze sein. Zu guter Letzt steckt – wie bei allen Rasenkrankheiten – vielleicht eine unausgewogene Nährstoffversorgung hinter dem Pilzwachstum. Ein geschwächter Rasen kann Pilzen nichts entgegensetzen und außerdem sind abgestorbene Rasenteile die ideale Nahrung für Pilze. Eine bedarfsgerechte Düngung sowie eventuell eine zusätzliche Versorgung mit Bodenaktivatoren macht den Rasen stark und verhindert so unschönes Pilzwachstum.

Rudis Bio-Bodenaktivator senkt die Wahrscheinlichkeit für Pilze im Rasen!

Rotspitzigkeit

Rotspitzigkeit Rasen

Pilze im Rasen sind zwar nicht hübsch, sollten Dich aber nicht beunruhigen.

Diese Rasenkrankheit macht sich durch unregelmäßige Flecken in der Rasenfläche, die von rosa verfärbten Halmen herrühren, bemerkbar. Später breitet sich zwischen den Grashalmen rosafarbenes Pilzgewebe aus. Dieser Pilz ist auch die Ursache für Rotspitzigkeit. Er vermehrt sich bevorzugt in feuchtwarmer Witterung und profitiert von Stickstoffmangel. Zur Vorbeugung und Bekämpfung empfiehlt es sich, den Rasen im Sommer ausreichend mit Stickstoff, aber auch mit Kalium und Phosphor zu versorgen und einmal jährlich für eine gute Belüftung des Rasens zu vertikutieren.

Dollarfleckenkrankheit

Die Dollarfleckenkrankheit tritt vor allem auf intensiv gepflegtem Rasen aus und ruft zuerst gelb-bräunliche Flecken von ein bis zwei cm Durchmesser hervor. Später vergrößern sich die Schadstellen und der betroffene Rasen stirbt rasch ab. Auch hinter der Dollarfleckenkrankheit steckt ein Pilz: Der Sclerotinia homoeocarpa fühlt sich bei Temperaturen über 20° C und verstärkter Morgentaubildung wohl.

Zur Vorbeugung versorgst du deinen Rasen im Frühjahr mit einem Stickstoff- und Kaliumdünger und achtest auf regelmäßiges Mähen und Vertikutieren. Ist die Dollarfleckenkrankheit bereits ausgebrochen, helfen nur chemische Wirkstoffe wie Propiconazol, Iprodion oder Chlorthalonil. Da die Pilzsporen auf Gartengeräten und Schuhsohlen haften bleiben, solltest du diese gründlich reinigen, wenn du damit die erkrankte Rasenfläche bearbeitet oder betreten hast: So vermeidest du eine Ausbreitung der Dollarfleckenkrankheit.

Schneeschimmel

Schneeschimmel Rasen

Pilze im Rasen sind zwar nicht hübsch, sollten Dich aber nicht beunruhigen.

Der sogenannte Schneeschimmel tritt nicht nur, wie es sein Name vermutet, im Winter und bei Schnee auf, sondern auch im Frühjahr oder Herbst.

Wenn die Temperaturen sinken und die Luftfeuchtigkeit hoch ist, kann der Pilz auf dem Rasen entstehen und sich ausbreiten. Zu feuchte Rasenflächen, Rückstände von Schnittgut, aber auch Laub begünstigen das Entstehen von Schneeschimmel ungemein. Den Pilz erkennt man an den feuchten, schmierigen und weiß-grauen Flecken. Wenn die Luftfeuchtigkeit sehr hoch ist, kann der Pilz sogar ausschauen wie Watte, die auf dem Rasen liegt. Dieses Erscheinungsbild gibt dem Schneeschimmel seinen Namen. Das Gras wird nach kurzer Zeit strohig braun. Abgestorben ist es damit jedoch noch nicht.

Schneeschimmel bekämpfen durch Vertikutieren und Düngen:

Der Schneeschimmel befällt nur die Blätter. Der Triebgrund bleibt unbeschadet, und der Rasen kann sich wieder regenerieren, wenn er richtig behandelt wird. Die betroffenen Stellen sollten dafür vertikutiert werden. Somit wird das befallene Gras entfernt und dem Bereich wird Sauerstoff zur Regeneration hinzugegeben. Anschließend wird im Frühling ein Dünger zur Regeneration gegeben. Auf sandigen Böden wächst der Rasen schnell nach. Bei größeren Schäden müssen Lücken allerdings nachgesät werden. Den Vertikutierer sollte man nach Benutzung gut reinigen, um die Sporen nicht weiterzutragen.

Blattfleckenkrankheit

Diese sehr häufige Rasenkrankheit kann das ganze Jahr hindurch auftreten. Zu erkennen ist die von Pilzen hervorgerufene Blattfleckenkrankheit an verschieden großen braunen, schwarzen, grünen oder violetten Flecken auf den Halmen. Feuchtwarme Witterung begünstigt die Ausbreitung des Pilzes.

Bekämpfen beziehungsweise verhindern lässt sich diese Rasenkrankheit, die den Rasen in der Regel nicht nachhaltig schädigt, nur durch vorbeugende Maßnahmen. Durch das regelmäßige Entfernen von Laub und anderem toten Material entziehst du den Pilzen den Nährboden. Außerdem solltest du deinen Rollrasen nicht unnötig oft gießen.

Hexenringe

Hinter Hexenringen – Ringen aus abgestorbenem Rasen mit einem Durchmesser bis zu mehreren Metern – steckt das Myzel verschiedener Pilzarten. An den Rändern der Ringe wächst das Gras oft besonders stark und nimmt eine dunkle Färbung an. Die Pilze, die Hexenringe verursachen, sind in den meisten Böden vorhanden. Übermäßig ausbreiten können sie sich aber nur in stark verdichtetem Boden oder in Folge einer Schwächung des Rasens durch Nährstoffmangel.

Vorbeugende Maßnahmen sind daher regelmäßiges Vertikutieren und ausreichendes Düngen. Bilden die Pilze innerhalb der Hexenringe bereits Fruchtkörper aus, entfernst du diese und entsorgst sie im Hausmüll: So verhinderst du eine weitere Ausbreitung der Pilzsporen. Ist die gesamte Rasenfläche extrem verdichtet, wird unter Umständen eine Neuanlage notwendig.

Poa Annua - Das 'Ungras'

Vor Poa Annua ist leider niemand geschützt, aber es gibt Hilfe.

Poa Annua (auch „ganzjähriges Rispengras“) ist bei vielen leidenschaftlichen Rasenliebhabern der ungewollte „Endgegner“, aber streng genommen keine Rasenkrankheit. Falls Du dennoch erfahren möchtest, was man gegen Poa Annua im Rasen tun kann, lies Rudis umfangreichen Ratgeber dazu:

Weitere typische Rasenprobleme und Tipps dagegen!

Gelblich-brauner Rasen – 4 mögliche Ursachen und Lösungen

Es gibt vielzählige Ursachen für die gelbliche Verfärbung eines Rasens. Rudi hat vier typische Ursachen anhand von Bildern aufgezeigt. Vergleiche Dein Rasenbild, um zu verstehen, welche Ursache dafür verantwortlich ist und was Du für einen wieder grasgrünen Rasen tun kannst.

Gelblicher Rasen (1)

Rasen gelb? Das musst Du jetzt tun.

Der Rasen ist gelblich gefärbt? Je eher Du handelst, desto besser.

Ein saftig grüner Rasen, welcher auf einmal vereinzelt leicht gelblich oder auch komplett gelblich geworden ist, zeugt meistens für Nährstoffmangel. Der Rasen verliert im Laufe der Zeit an Kraft und das richtig saftige Grün verschwindet. Das ist jedoch kein Grund zur Sorge und einfach zu beheben, wenn man rechtzeitig handelt.

Durch die Düngung mit einem von Rudis Premium Rasendüngern für die passende Jahreszeit bekommt der Rasen schnell wieder den Nährstoffschub, den er benötigt. Achte beim Düngen darauf, dass der Dünger gleichmäßig ausgebracht wird – idealerweise düngst Du also mit Streuwagen. Achte außerdem auf eine ausreichende Bewässerung, insbesondere nach der Düngung!

Kleine gelbe/braune Stellen im Rasen (2)

Kleine gelb-braune Flecken im Rasen Was tun?

Woher kommen die kleinen gelb-braunen Flecken im Rasen?

Kleine gelb-bräunliche Flecken, welche das Gesamtbild des Rasens extrem stören, können durch unterschiedliche Faktoren entstanden sein.

Die Stellen, welche nicht nur gelblich-braun werden, sondern auch am Randbereich durch schnellen und saftig grünen Wuchs auffallen, sind das Ergebnis von Tierurin (Hunde, Katzen oder auch Wildtiere).

Ein zweiter möglicher Grund sind große Düngermengen, welche komprimiert auf diesen kleinen Flecken aufgetragen wurden. Der Rasen bekommt dadurch an diesen Stellen ein zu hohen Stickstoff-Anteil und möchte zügiger wachsen, als er tatsächlich kann. Ein Absterben in diesem Bereich ist vorprogrammiert. Diese Stellen können nun lediglich mit einer Nachsaat behandelt werden.

Um diese kleinen gelblichen Flecken im Rasen zu vermeiden, ist darauf zu achten, dass der Dünger gleichmäßig aufgebracht und Tierurin nach Möglichkeit direkt mit Wasser abgespült wird.

Große gelbe/braune Stellen im Rasen (3)

Große gelb-bräunliche Flecken im Rasen

Große gelbliche Flecken im Rasen sind das Ergebnis falscher Düngung.

Große gelbe Flecken entstehen durch fehlerhaftes Düngen. Beim Düngen ist es ganz wichtig, den Rasen nach Herstellerangaben exakt gleichmäßig und vor allem mit der richtigen und vorgegebenen Menge zu düngen.

Des Weiteren ist es ratsam, nicht bei praller Sonne zu düngen und den Dünger anschließend ordentlich einzuwässern. Schon kleinste Rückstände von Dünger auf den Halmen führen zu einem Verbrennen und bewirken so das absolute Gegenteil eines saftigen Grüns. ‚Viel Dünger hilft viel ist hier also verkehrt.

Wer ganz sicher gehen möchte, dass der Rasen perfekte Gegebenheiten zum Wachsen hat, sollte seinen Boden mittels einer pH-Wert Messung testen. Der ideale Wert liegt hier bei ca. 5,5 – 6,5.

Was tun, wenn es zu spät ist?

Düngeschäden sollten umgehend mit starker Bewässerung über mehrere Tage behandelt werden. Vertikutieren des betroffenen Bereichs ist ebenfalls erwähnenswert, um dem Rasen durchlässiger zu machen. Sollte jedoch die ganze Fläche betroffen sein, so braucht man viel Geduld und Pflegeaufwand, um diese z.B. durch Nachsaat und richtiger Pflege wieder schön grün zu bekommen.

Gelbe / ausgetrocknete Stellen entlang der Rollrasenbahnen (4)

Gelbfärbung des Rollrasens entlang der Bahnen

Trockenheit oder Verfärbungen entlang der Bahnen werden durch fehlerhaftes Verlegen verursacht.

Häufig kommt es kurze Zeit nach dem Verlegen vor, dass die Bereiche entlang der Rolle gelb werden oder das die Fugen zwischen den Bahnen größer werden bzw. aufgegangen sind.

Hier ist dann absolute Eile geboten, denn das ist ein Zeichen dafür, dass diese Bahnen sich aufgrund von Wassermangel zusammengezogen haben. Durch das Zusammenziehen der Soden liegen die Bahnen nun minimal auseinander und Luft dringt zwischen die Rollen, was seitens der Sode zum Austrocknen oder im schlimmsten Fall sogar zum Absterben des Rasens führt.

Was kann ich tun?

Ganz wichtig: Diese Bereiche nun weiterhin richtig bewässern. Sollten die Soden nicht wieder zusammenwachsen, empfiehlt es sich, die offenen Fugen mit Boden aufzufüllen, um ein weiteres Austrocknen der Bahnkanten zu vermeiden. Diese Bereiche können dann mit einer Nachsaat bereichert werden, wenn Sie sich im Laufe der Zeit nicht erholen.

Extrembeispiele für Fehler beim Verlegen

Sollte Dein Rasen in etwa so aussehen wie auf den unteren Bildern, ist er wahrscheinlich nicht mehr zu retten. Der Rasen ist nicht eingebettet und liegt an den Enden offen. Dies hat zur Folge, dass der Rasen sofort austrocknet und nach einiger Zeit abstirbt. Rollrasen muss eingebettet verlegt werden. Außerdem sollten die Bahnen möglichst eng aneinander gelegt und Kreuzfugen vermieden werden. In Rudis Rollrasen-Verlegeanleitung findest Du alle Tipps zur richtigen Verlegung von Rollrasen.

Gelber Rasen wegen zu frühem oder zu kurzem Mähen des neuen Rollrasens

Wurde der Rasen zu früh oder zu kurz gemäht?

Neuer Rollrasen sollte nach dem Verlegen weder zu früh noch zu kurz gemäht. Im Bild wird falsch gemäht!

In den ersten Tagen nach der Verlegung muss sich der neue Rollrasen regenerieren. Das Abschälen und Trennen der Wurzeln vom Feld sowie die Verlegung am neuen Standort stellen für den neuen Rasen eine extreme Belastung dar. Kommt jetzt noch der Stress des ersten Rasenmähens hinzu, sind gelbe und braune Flecken wie bei einer nicht optimalen Bewässerung vorprogrammiert. Das gilt auch dann, wenn einem frisch verlegten Rasen zwar die nötige Phase der Erholung vergönnt ist, er aber zu kurz gemäht wurde.

Wie und wann sollte ich mähen?

Am besten ist es, den neuen Rollrasen frühestens 6 bis 10 Tagen nach dem Verlegen zu mähen, insofern er gut verwurzelt ist. Die perfekte Verwurzelung kann je nach Gegebenheiten vor Ort bis zu 20 Tage dauern. Sollte der Rasen dann bereits eine Halmhöhe von 10 cm erreicht haben, empfehlen wir, ihn in zwei Mähvorgängen an zwei unterschiedlichen Tagen auf maximal 4 bis 5 cm einzukürzen. Optimaler Weise werden die Mähgänge quer zur Verlegerichtung durchgeführt sowie mit einem Rasenmäher, welcher über scharfe Messer und Fangkorb zur Aufnahme des Schnittguts verfügt.

Wichtig! Den Rasen auf keinen Fall in der prallen Sonne, bei starker Nässe oder in eine Dürreperiode mähen.

Im Anschluss an das erste Heruntermähen in zwei Etappen schneidest Du den Rasen wöchentlich mit gleichzeitiger Mähgutaufnahme.

Reine Mulchmäher haben sich in der Pflege von neuem Rollrasen bislang nicht bewährt, da das Schnittgut gelbe Flecken verursachen kann. Einzig bei Verwendung von Mährobotern kann das sehr feine Mähgut liegen bleiben. Der Mähroboter sollte aber erst dann eingesetzt werden, wenn der Rollrasen sich an seine neue Umgebung gewöhnt hat, was zirka 6-8 Wochen dauern kann.

Sollte der Rasen zu kurz oder falsch gemäht worden sein und hat braun-gelbe Spuren davon getragen, sollte er im besten Fall wieder auf eine Halmhöhe von 10 cm austreiben/wachsen, wie bei einer Neuverlegung bewässert und dann erneut nach der oben genannten Methode gemäht werden.

Ungleichmäßiger Rasenwuchs

Der Rasen wächst ungleichmäßig? Kein großes Problem.

Du hast unterschiedliche Wuchshöhen auf deiner Rasenfläche oder Stellen, an denen der Rasen schneller wächst und sich auch farblich ein wenig abhebt?

Dann wurde der Rasen ungleichmäßig und oder fehlerhaft gedüngt.

Düngungen der Rasenfläche sollten im besten Fall mit einem Streuwagen durchgeführt werden. So wird der Dünger gleichmäßig aufgebracht und es kommt nicht zu ungleichmäßigen Wuchs-Strukturen. Mit Rudis Rasendünger erhältst Du genaue Anweisungen zur Düngung, sodass eigentlich nichts schiefgehen kann.

Immerhin: Das ungleichmäßige Wachstum sieht nur kurzfristig etwas unzufriedenstellend aus, ist aber kein Problem für den Rasen und stellt sich wieder ein, sobald die Dünger-Nährstoffe aufgebraucht sind.

Kahle Stellen im Rasen / Undichter Rasen

Kahle Stellen im Rasen? Was nun?

Kahle Stellen im Rasen stören das Gesamtbild. Das kannst Du tun!

Eine kahle Rasenstrucktur, welche sich nach kurzer Zeit entwickelt, kann verschiedene Gründe haben. Durch eine zu hohe Bodendichte, zu viel Schatten auf der Rasenfläche oder Mangel an Nährstoffen im Boden wird die Dichtigkeit des Rasens deutlich geschwächt.

Sollte der Boden eine zu hohe Dichte aufweisen, kann es zu Staunässe kommen, die der Rasen gar nicht gut verträgt. Hier bleibt oftmals nur das Vertikutieren mit einer Sandmischung. Bei extremer Dichtigkeit sollte man den Rasen Aerifizieren. Diese beiden Punkte empfiehlt Rudi jedoch erst ein Jahr nach Verlegung und zur passenden Jahreszeit.

Bei frisch verlegtem Rollrasen und diesem Bild der mangelnden Dichte ist es ratsam, den Boden mit einer Forke alle paar cm in die Tiefe zu behandeln. Im besten Fall füllst du diese kleinen Löcher mit einem salzfreien Quarzsand. So sorgst du für eine sehr schonende Art der Aerifizierung und dafür, dass es zu keiner Staunässe mehr kommt. Das Wasser kann dann wieder besser absickern.

Falls möglich, sollte die Schattenlage durch evtl. Rückschnitt oder Entfernen von Pflanzen für einen gewissen Zeitraum reduziert werden. Wenn das nicht möglich ist, beobachte den pH-Wert im Boden mittels pH-Wert-Tester. Durch jährliche Nachsaat, Düngung und Pflege in den schwierigen Bereichen sorgt man für ein stimmiges Bild.

Schwarz-braune Häufchen im Rasen

Schwarz-braune Sandhäufchen im Rasen - Was tun?

Wie entstehen diese Erdhäufchen im Rasen?

Kleine Erdhügel entstehen durch Regenwürmer. Diese befinden sich in jedem gesunden Boden und helfen, den Untergrund zu belüften. Ohne Regenwürmer wäre der Boden schnell verdichtet und das Wasser würde nicht mehr optimal versickern. Um bei Regen oder Bewässerung jedoch nicht zu ertrinken, wandern die Regenwürmer an die Oberfläche und hinterlassen dabei diese kleinen Haufen.

Diese sollten am besten mit einem Rechen oder einer Laubharke verteilt werden. Durch Plattdrücken dieser kleinen Häufchen oder Nichtverteilen kann der in diesem Bereich betroffene Rasen durch Sauerstoffmangel absterben.

Ausgefranste, braune Halmspitzen

Sind deine Rasenhalme am Ende ausgefranst und braun geworden, sind die Messer Deines Rasenmähers stumpf.

Durch das Abreißen (also nicht Abschnieden) der Spitzen durch stumpfe Messer verliert der Rasen sehr viel Kraft und kann sogar absterben. Scharfe Messer sind für deinen Rasen also absolut überlebenswichtig. Rudi rät, je nach Größe der Fläche, die Messer des Mähers alle zwei Monate zu kontrollieren und bei Bedarf zu schärfen. Nur so bleibt der Rasen nach dem Schnitt auch grün.

Auch bei Rasenkrankheiten gilt » Vorbeugen ist besser als heilen

Bei einem starken Rollrasen haben Rasenkrankheiten keine Chance. Eine ausreichende und ausgewogene Versorgung mit Nährstoffen ist daher das A und O. Damit die Düngung bedarfsgerecht erfolgen kann, empfehlen sich regelmäßige Bodentests. So lassen sich sowohl eine Unterversorgung mit Nährstoffen als auch eine Überdüngung zuverlässig vermeiden. Auch konstantes Mähen und eine intensive, aber nicht zu häufige Bewässerung in den Sommermonaten tun dem Rollrasen gut und machen ihn widerstandsfähig.

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